Montag, 3. Dezember 2012


bilder meiner träume
jäh zersplittern sie
ein abglanz von ihnen
bleibt zurück
während sich
scharfkantige stücke
in mein herz bohren
sie zerfetzen meine flügel
und ich stürze ab
schmerz

sie werden heilen
die flügel
das herz
aber die narben
werden mich erinnern
an das leid
das ich lebte
und das glück
das ich nicht
auskosten durfte

Samstag, 10. November 2012

ein Rausch
ein Rausch der Sinne
Berührungen
empfangen, geben
Konzentration
auf den Augenblick
sehen, riechen, schmecken, hören, fühlen
nicht endende Sinnlichkeit
und doch
zu schnell vorbei
zurücklassend
ein Gefühl von Glück und Ruhe
Sie naht wieder - die schrecklichste Zeit des Jahres ...


Jahresausklangswahnsinn


Ich habe mir sagen lassen, dass man mit den Vorbereitungen für das Jahresende schon im September beginnen muss. Denn da beginnt der Verkauf von Lebkuchen, Schokoweihnachtsmännern und ähnlichen Leckereien. Und die muss man horten. Erstens gibt es sie im Dezember keinesfalls mehr und zweitens, wenn man diese Dinge schon im Haus hat, kann man sich nicht verkneifen, sie auch zu essen.
Ich glaube, einige fangen um die Zeit an, auch das Weihnachtsessen zusammen zu kaufen. Kann ja problemlos bis Weihnachten in aller Frische vor sich hin frosten und ist bestimmt billiger.
Ab November verbringen viele Leute die Zeit damit, die Weihnachtsdeko zusammenzuraffen und zu planen. Schließlich sollten spätestens am Montag nach Totensonntag die Fenster – im Optimalfall das ganze Grundstück – gleißend hell erleuchtet sein. Straßenbeleuchtung erübrigt sich damit in einigen Gegenden zu Weihnachten, der Stromanbieter freut sich.
In den Wohnzimmern hat man zur Adventszeit häufig Mühe, noch ein Plätzchen zum Sitzen zu finden, ausgenommen die Stelle, an der das „Bäumchen“ stehen wird. Dieses wird ebenfalls frühestmöglich besorgt und kühl gelagert, damit es beim Aufstellen möglichst wenig nadelt. Nach der jährlichen Kürzung und Verzierung des Baumes (die Größe des Wohnzimmers wird fast immer überschätzt), ist das Wohnzimmer dicht und der Stromzähler rast in Höchstgeschwindigkeit.
Weihnachtsmärkte sind noch zu erwähnen. Ein Ort der Geselligkeit. Man kann kaufen, essen und sich besaufen, was nicht nur von der Jugend genutzt wird. Daher ist dieser Ort abends nach Möglichkeit zu meiden.
Ebenso wie die Supermärkte kurz vor Weihnachten. In der Woche vor Heiligabend hat die Käuferdichte schon zugenommen, doch das Maximum erreicht sie an just diesem Tag.
In einem Jahr hab ich den Fehler begangen - ich komme in die Kaufhalle und krieg einen leichten Schock. Einen derartigen Andrang in einem Lebensmittelladen kannte ich nicht mal aus DDR-Zeiten. Und die Länge der Warteschlangen entsprach ungefähr denen von vor 1989, wenn’s die jährliche Ration an Nabelorangen gab. Obwohl Weihnachten gut planbar ist (ist schließlich jedes Jahr gleich), befindet sich der Großteil der Bevölkerung im Laden, ist schlecht gelaunt und nörgelt über das Absehbare.
Ungefähr ein, zwei Stunden vor Ladenschluss (das Mittagsmahl darf nicht verpasst werden!) herrscht gähnende Leere – in Bezug auf die Menschen als auch auf die Regale.
Ich habe den Verdacht, es muss der Weltuntergang vorhergesagt worden sein, anders kann ich mir das Verhalten der Leute nicht erklären!
Ebenfalls zu meiden sind an diesem Tag Kirchen. Ich weiß, es gibt Gotteshäuser, die sogar zwei Christmetten nacheinander veranstalten, um des Andrangs Herr zu werden, trotzdem sollte man es mögen, zwischen Menschenmassen eingequetscht zu stehen.
Von all dem kann ich mich weitestgehend fernhalten.
Doch nach den Feiertagen beginnen vor allem die jüngeren Bevölkerungsschichten vermehrt, Erfahrungen in bezug auf den Umgang mit Feuerwerkskörpern zu sammeln. Manchmal geht was schief - man hört neben den Böllern ab und zu die Sirenen der Feuerwehr und der Rettung.
Ab Silvesternachmittag bekomme ich einen Eindruck, wie sich Kriegsbeschuss und die Bombardierung fünfundvierzig angehört haben könnten. So gegen Mitternacht sind sämtliche Katzen und freilaufende Tiere verschwunden, andere hörende, nicht fluchtfähige Haustiere kurz vorm Kollaps und der Lärm wird durch das Bellen und Jaulen der Hunde verstärkt. Ich bin beim Kampfrauchen angelangt, um den Stress zu ertragen.
Gegen eins versuche ich zu schlafen. Das ferne Krachen wirkt inzwischen fast angenehm. Bis zu dem Moment, als einige Jugendliche ihr Defizit an Feuerwerkskörpern mit Pfeifen, Schreien und Kreischen auszugleichen suchen, nachdem sie ihre Stimmen den ganzen Abend mit Alkohol geölt haben. Wenn sie wieder nüchtern sind, werden sie die Folgen ihres Fehlers bemerken, im besten Fall in Form einer tiefen, rauchigen Bassstimme.
Kurz darauf hat noch jemand in der Gegend ein paar große Böller gefunden und vernichtet sie. Klingt nach den Teilen, vor denen immer gewarnt wird. Hat aber Glück gehabt. Es bleibt ruhig, kein Tatütata.
Inzwischen ist meine Katze auch wieder aufgetaucht. Sie zittert nur noch ein bisschen.
Gott sei Dank, denke ich, morgen ist Ruhe zum Ausdösen.
Gegen zwei fasse ich dann den Beschluss, mir für nächstes Mal Valium zu besorgen. So kann ich nicht nur dem Wahnsinn müde entgegenlächeln - nein, ich kann auch in aller Seeligkeit den Jahreswechsel verpennen.
Prosit Neujahr!
Nachtrag: Es sind Opfer zu beklagen.
Nahezu sämtliche Papierkörbe der Stadt wurden zerbombt, viele Briefkästen folgten diesem Schicksal, sehr viele Glasflaschen vegetieren in Scherben als Tretminen und ich sehe, glaub ich, schon Osterhasen.

Freitag, 5. Oktober 2012

Katzen können anspruchsvoll sein. Dennoch ist Folgendes vollkommen übertrieben und somit wohl im Bereich des schwarzen Humors gelandet.
Mein geliebte Katze
5.00 Uhr     Die verdammte Katze hat mich geweckt, indem sie mir die Brust mit ihren krallenbewehrten Pfötchen malträtierte, mir mit ihrer Zunge das Gesicht abraspelte und dabei Maunzer in der Lautstärke eines aufheulenden Porsche von sich gab.
5.05 Uhr     Ich kroch der weiterhin mauzenden Katze in die Küche hinterher, um ihr Frühstück zuzubereiten.Ein Pfund Lachs auf eine genaue Temperatur von 38° gebracht. Heute mit einer Schlaftablette, sonst reicht die Zeit nicht für den Einkauf. Mir fielen dabei die Augen zu, aber ich wachte rechtzeitig wieder auf, um zu vermeiden, dass das Katzenvieh meine Waden wegen zu heißem Fressen massakrieren kann.
5.30 Uhr     Ich erledige im Bad hastig meine Morgentoilette, versorge meine Wunden und ziehe mich an. Ich finde nichts sauberes mehr, was mir egal ist. Die Blutflecken gehen sowieso nur andeutungsweise raus.
5.35 Uhr     Die Miez läßt sich gnädig auf meinem Schoß nieder, um gekrault zu werden.

9.27 Uhr     Ich bin eingeschlafen. Das Ungeheuer auch. Ich lagere es mit äußerster Vorsicht um und habe Glück. Ein verträumtes Schnurren und es schläft weiter.
9.30 Uhr     Ich schlüpfe in meine Ausrüstung und mache mich daran, dass Katzenkistchen zu säubern. Irgendwo ist der Schutzanzug undicht – mir tränen die Augen.
Danach bringe ich den Müll runter und werde vom Hausmeister gemahnt, weil die gebrauchte Katzenstreu schon wieder ein Loch in die Mülltonne gefressen hatte.
Auf der Rückfahrt von meinem Einkauf macht das Auto komische Geräusche. Wahrscheinlich die Federung. Wegen der kommenden Feiertage mußte ich mehr als sonst kaufen und habe den Wagen vermutlich zu voll gepackt. Vor dem Haus geht das Fahrzeug dann in die Knie und der Motor erstirbt mit einem Röcheln.
Als ich meine Beute nach oben bringe, durchzuckt meinen Rücken ein stechender Schmerz. Täglich 10 Kilo Katzenstreu in den 12 Stock zu tragen, fordert seinen Tribut und heute muß ich den Weg fünfmal gehen. Der Fahrstuhl funktioniert seit Monaten nicht mehr.
14.00 Uhr     Die Katze ist wach geworden und sauer.
Das Mittagessen war 12.00 Uhr an der Reihe. Ich frage mich schon lange, ob sie vielleicht die Uhr lesen kann. Jetzt weiß ich es.Das Problem ist, dass das Mistvieh nun auch noch spielen will und ich etwas durcheinander komme, als ich versuche, mit einer Hand die Spielangel zu betätigen und gleichzeitig mit der anderen das Forellenragout vor dem zu heiß werden zu bewahren. Zudem rutscht mir auch ständig das Bratenthermometer in den Topf, so dass ich übersehe, dass das Essen schon bei 40° ist. Als ich es bemerke, sehe ich an den Augen meiner Mitbewohnerin, dass sie nicht warten wird, bis es abgekühlt ist. Einhändig richte ich an – ich muß weiterhin die Angel in Bewegung halten.
Mit einem Aufjaulen registriert sie die zu hohe Temperatur und stürzt sich auf meine Waden.
Obwohl diese durch regelmäßige Attacken und dadurch nicht mehr heilende Wunden sehr schmerzempfindlich geworden sind, zucke ich nicht mal.

15.30 Uhr     Ich betrachte noch einmal meine Katze. Im Schlaf sieht sie so bezaubernd aus, so unschuldig und liebenswert.
Ich gehe raus und besorge mir einen Revolver.

Zwei Tage später     Meine Katze hat meine Leiche angefressen. Aber ansonsten hab ich endlich meine Ruhe.

Donnerstag, 27. September 2012


Lasst mich schlafen
lasst mich träumen
dort spür ich nicht die sehnsucht
das brennen des herzens
dort kann ich weinen
mich von schmerzen lösen
dort kann ich leben
was mir nicht vergönnt

Zu spät

Eine tote Seele,
erfroren,
mangels Liebe.

Verschwunden in einem Traum,
ohne Schmerzen,
keine Familie,
keine Freunde,
kein Mensch,
der zutritt,
weil man schon am Boden liegt.

Nur noch das Rauschen der Blätter in den Bäumen,
der süße Duft des Grasses und der Blumen,
Das leise Murmeln des Wassers,
das sanfte Streicheln des Windes,
die wundervollen Farben des Himmels.
Kein Schrei, den niemand hört.
Kein Schmerz, den niemand sieht.
Kein Menschen, die die Einsamkeit spüren lassen.

Arme kleine Seele
Wird dich irgendwer vermissen?

zerbrochenes glas
das glas muß schmelzen
um wieder ein ganzes zu sein
meine seele zerbrach
wie glas
vor jahren
und noch keine liebe
war heiß genug
sie wieder zu einen

Zeit der Träume
Grenzen verschwinden
Ängste fallen
Wünsche werden lebendig
Seltsames wird wahr
und wenn die Dämmerung heraufzieht,
bleibt etwas in uns zurück

Zeit der Dunkelheit

Kerzenschein erleuchtet
eine Pracht von Farben,
nur geschaffen für diese Zeit.
Die Wärme des Feuers
durchzieht gemeinsam
mit schweren Düften
das Haus.
Und die so beflügelte Phantasie
lässt die Menschen erzählen
von Geistern, Feen und Engeln.
Schau, mein Kind,
vielleicht wirst du sie sehen,
in dieser langen Nacht.

Wir sind stark
Wir sind zerbrechlich
Stütze dich auf uns
Behandle uns wie ein rohes Ei
Hör auf uns
Wir sind das Leben in dieser Welt
Frag nicht warum
Ohne uns bist du nichts

da die frage aufgekommen ist: diese worte können viele wesen dieser welt sprechen, doch männern gestatte ich     sie nicht ...

Wie kostbar ist heute
ein Lächeln
ein sanftes Wort,
dass es so selten
gegeben wird!


Wenn ich dir sage:
Dir wird nichts geschehn
bis zu dem Tag
in der Ferne
an dem deine Furcht
sich erfüllen wird
an dem auch
die Welt untergeht

Was wirst du tun?
Dein Leben bis dahin genießen?
Oder wirst du weiter
fürchten
Und deine Zeit
vergeuden


Wasser und Wind
formen ihre Umgebung
meistens
sanft anpassend,
mit der Geduld der Zeit
und erreichen dadurch
mit Vollkommenheit
ihr Ziel.

Vor vielen Jahren
abends

er kam von hinten
er tat mir nicht weh
doch ich hatte Angst
furchtbare Angst

ich wehrte mich
und als er abließ von mir
reichte er mir noch meine Brille

ich konnte nicht darüber reden
sagen, was passiert war

aber lange Zeit
gehörte die Nacht der Angst
und der Frage
was ich falsch gemacht hatte

heute weiß ich die Antwort:
nichts -
ich war lediglich
ein junges Mädchen
allein in der Dunkelheit gewesen

Vieles in den Vitrinen der Welt
ist in Verdammnis erstarrt.
Dinge, die geschaffen sind,
erst im Gebrauch ihre volle
Schönheit zu entfalten.
Sie müssen sich bewegen,
klingen, getragen, benutzt werden.
So sind sie tot.

Unvereinbarkeiten


Zuviel Muss.
Alles schnell
und viel.
Immer Leistung.
ewig jung
und schön.
Zeit wird
streng gemessen.
Nichts darf
einfach geschehn.

Und wo bleibt
der Mensch,
der kann
und darf,
der Fehler macht,
der altert,
der Zeit braucht
für die Muse,
für den Zufall,
nur für sich.

Tränen im Wind
Ungesehen
oder
vergessen
aber immer da.

Hoffnung
Nie begriffen
Scheinbar sinnlos
Aber immer da

Liebe
Selten bemerkt
Keiner weiß woher
Aber immer da

Gib nie auf
Frag nicht
Warum,
du wirst es sehen
irgendwann.


Träne um Träne

tropft still
in mein Herz.
Anders
kann ich
nicht weinen.

Bittere Tränen,
die überlaufen,
von Zeit zu Zeit.
Sie tun weh.
Linderung
gab es nie.

Vieles
trägt dazu bei.
Was kann ich tun?

Spiele

Stell alles in Zweifel

Lass dich zerfallen

Prüfe sorgfältig
wie du neu ineinander fügst

wirf weg

schaff Platz für Neues

Tu es
im Licht der Ehrlichkeit

Du wirst nie
fertig werden

Doch das
ist der Weg
zu dir selbst


Was du sagst … ich versteh es nicht.
Ich wandle im Nebel,
Irrlichter narren mich,
Ich spüre keinen Boden unter meinen Füssen.

Sei sanft zu mir,
aber verschweig nicht,
was später noch mehr schmerzt.

Sei sanft zu mir,
doch zeig mir den Stern,
auch wenn er sterben kann.

Sei sanft zu mir,
wenn du mich aus meinen Träumen holst.

Ich möchte dich nicht verlieren,
nur weil ich nicht sah, wohin ich ging.
Auch Freundschaft lebt nicht gern ungewiss.


Sehnsucht

eine Hand, die mich berührt
vertraut, sanft
sie gibt mir halt, richtet mich auf
ein Arm, um mich gelegt
leicht und stark
er gibt mir Schutz, schenkt mir Geborgenheit
weiche Lippen, die mich küssen
heiß und zart
sie geben mir Liebe, wärmen mein Herz  

Schaue auch das
Was du nicht siehst
Lass dich nicht ein
Auf den bloßen Anblick
Dahinter kann so viel sein

sanftes schwarzes Katzentier
leise und vorsichtig
gehst du durch meine Welt
wärmst mein Herz
mit deiner Zuneigung
meine Seele
erfreut sich an deiner Anmut
verzeih mir
wenn ich grob war zu dir

Oh blauer Mond
Lehre mich

Lehre mich deine Kraft,
dass ich mein Leben gehen kann.
Lehre mich deine Geduld,
dass mir das Warten nicht so lang erscheint.
Lehre mich deine Sanftheit,
dass ich nicht blind durch die Welt gehe.
Lehre mich deine Schönheit,
dass ich strahle in der Dunkelheit.

Nutze die Gegensätze
zur rechten Zeit
im rechten Maß
halte das Gleichgewicht
(es könnte dich sonst
eines Tages erschlagen)

Nur die Ahnung
Nur ein Versprechen
Der Reiz der Erwartung
Der eigenen Phantasie
Nicht zu nahe
Nicht im grellen Licht
Die Neugier nicht ganz befriedigt
Der Mensch nicht völlig entblößt

Nacht
Stille dunkle Nacht

Der Mond lächelt sanft
Der Wind streichelt mich
Die Blätter rauschen beruhigend

Die Dunkelheit hüllt mich ein
Mit Geborgenheit
Die Sehnsüchte meines Lebens erscheinen
Und werden zu Träumen

Ich spüre, dass ich bin
Ich freue mich auf den Morgen

Meine kleine Seelentrösterin,
leise kommst du zu mir,
weich, wärmend.
Und Trost schnurrend
schenkst du mir
dein kleines Herz.

Mein Verstand
weiß vieles von mir,
doch meine Seele
glaubt ihm oft nicht.
Zu häufig hat sie
von den Menschen
anderes erfahren.

Mein Herz,
verschlafen siehst du aus,
nur um zu sein,
wo ich bin.

Manche träumen einfach,
manche erleben,
und manche haben eine Ahnung,
was sein könnte.
Letzteres tut weh.
Denn man kann nicht mehr träumen
und weiß nicht,
ob man erleben wird.

Mach leer dein Herz
von all den bitteren Gefühlen
Damit du spürst
wieviel Liebe dir gegeben

Lächle, mein Kind,
lächle aus vollem Herzen.
Lass die Wärme
und das Licht
des Lächelns
sich ausbreiten.
Erfreue dich daran
und tue es
immer
und immer
wieder!

Kleine Elfe,
bringst die Menschen
zum Lachen,
treibst deine Späße
mit ihnen.
Aber du kennst auch
ihr Leid …

In Unwissenheit hast du Balsam auf
Meine Wunden gestrichen – dafür liebte ich dich.
In Unwissenheit hast du neue Wunden
Gerissen – Dafür konnte ich dich nicht hassen.

Ich wünsche für
diese eine Nacht:
eine glitzernd-weiße
Schneedecke,
einen funkelnden
Sternenhimmel,
und Ruhe
Über dem Land.
Still
sollte das Alte beendet werden,
still
das Neue beginnen.
Sternschnuppen
möchte ich noch –
auf das
gute Wünsche
in Erfüllung gehen.

Ich will nicht die Zukunft kennen.
Dieses Wissen
tötet die Freude
und
nährt die Furcht.
Ich will Neugier darauf,
wohin mein Weg mich führt.

Ich will den Sturm
Ich weiß, dass er sanft ist
Ich weiß, dass er stark ist
Ich weiß, dass er mich zerstören kann …
Weiß ich, ob er es tut?

Ich habe Sehnsucht nach damals
Als du noch in meiner Nähe warst.
Und meine Liebe
nicht ganz vergeblich schien.

Wie ein Lichtstrahl durch Wolken
lebt in mir die Erinnerung
An einen Kuss von dir.
Ich war glücklich.

Doch dann trennten sich
Unsere Wege.
Warum,
verstehe ich heute noch nicht.

Und ich
lebe mit der Sehnsucht
Und einer Liebe,
die ins Leere geht.

Ich wünschte, du wärst hier,
damit ich herausfinde,
ob ich dich heute noch liebte
und vielleicht loslassen kann.

Ich habe gewartet
ich habe gesucht
manchmal wurde mein Herz berührt
manchmal meine Seele
aber
es war nie gegenseitig
nie war Einklang
ich kann niemanden fragen
warum
vielleicht ist meine Melodie
zu leise, zu komplex
vielleicht kann sie nur
allein erklingen

Ich glaube
unter uns
gibt es noch immer
Engel, Feen und Elben.
Aber:
Schscht,
wenn du sie erkennst.

Ich bin ein Schmetterling.

Man kann mich fangen,
doch der Käfig darf auf keinen Fall zu eng sein.

Man kann meine Nähe forcieren,
wenn man meine Bedürfnisse respektiert.

Horch,
die leise-klingende Musik
das fröhlich-feine Gelächter
Das kleine Volk feiert ein Fest

Hinter mir steht ein ganzes leben
Ein leben, das du nicht kennst
Ich könnt es dir erzählen
Und trotzdem wüsstest du nicht
Wer ich bin
Du kannst nur warten
Und zuhören
Wie ich lebe, rede und denke

Gib acht
wenn du dich mit den
Gespinnsten der Lüge umgibst
Sie bestehen
aus dem gleichen Faden
der Fenris fing

Geduckt sitzt sie da,
mit langem Hals,
mehr als Aufmerksamkeit
im Blick.
Irgendwann wackelt das Hinterteil.
Sie springt los.
Doch leider war da die
Scheibe des Fensters.
Nun schaut sie
voll Sehnsucht
dem kleinen Flattertier
hinterher.

Für das Kind, das ich war

Mein Kind,
du entbehrst vieles,
was dir zustehen sollte.
Du musst viel zu früh
und zu schnell
Dinge lernen,
die andere wahrscheinlich
niemals kennen werden.
Deine Seele ist wund.

Hab Hoffnung!
Sei mutig!
Du wirst dein ganzes
Leben lang lernen
müssen und können.
Es ist nicht leicht,
doch es lohnt sich.
Es wird dich zu einem
besonderen Menschen machen.

Es wird noch viel Lachen
geben in deinem Leben,
viel Freude,
Du wirst Menschen sehr
viel nachfühlen können,
sie verstehen.
Du wirst dafür ihre Liebe erhalten.
Du wirst ihre Treue erfahren.
Du wirst wahre Schönheit kennen.

Nimm deine Tränen.
Nimm das Leuchten
Deiner Augen.
Form den Regenbogen,
der dir sagt,
dass es Leid braucht,
um Freude zu ermessen.
Dein Herz wird erblühen.
Deine Seele wird fliegen.

Es ist traurig,
wie wenig Menschen
vom Genuss der Zeit wissen.
Was wissen die Menschen
noch von der Kindheit,
als sie noch
unvoreingenommen,
mit allen Sinnen
und mit Zeit
staunend die Welt entdeckten?

Sehen sie noch wirklich
das Funkeln und Glitzern
des Wassers in der Sonne?
Ergründen sie noch
die Farbe und
die Bewegung
der Flamme?
Hören sie noch das Rauschen
der Blätter im Wind?
Erfreuen sie sich noch
am bloßen Rascheln
des Papiers?
Kennen sie noch
betäubende Stille?
Riechen sie noch
die Düfte des Frühlings?
Wissen sie, wie verschieden
allein Wasser riechen kann?
Schmecken sie noch
die Süße des Brotes,
die Bitterkeit von Kaffee?
Fühlen sie, wie
sanft der Sturm berührt?

Man muss den Sinnen
Zeit geben.
Was ist eine Sekunde
voll Adrenalin
Gegen die bleibende Wohligkeit
des Genusses.
Was nutzt es, sagen zu können,
man hat die Welt gesehen,
wenn man seine Umgebung
nicht wahrnimmt.
Wenn du wirklich Glück suchst,
nimm dir Zeit.


Es ist höchst selten,
dass ein Mensch
Dinge tun kann,
die er nicht gelernt hat.
Aber häufig verlangt man solches von ihm.

Einsamkeit

Ich fühle mich wie ein Kind.
Hilflos
Alleingelassen,
in dunkler Nacht,
bestraft.

Ich hatte eine Familie,
ich verlor sie,
als man mir die Liebe verweigerte.

Ich hatte noch Selbstwertgefühl,
ich habe es verloren,
als meine Seele mit Füßen getreten wurde.

Ich habe noch Vertrauen,
doch ich verliere es,
wenn man es zu oft enttäuscht.

Ich sehne mich nach Liebe,
doch wer liebt mich,
wenn ich nicht weiß, wie man liebt.

Ich suche nach Anerkennung,
doch wer gibt mir die,
wenn ich mich wertlos fühle.

Ich will leben,
doch wie kann ich das,
wenn ich meine Hoffnung verliere.

Meine Seele erfriert.
Mir ist so kalt.

Eines Tages werde ich wahrhaftig
müde sein
vom Leben.
Nicht eher,
nicht später
möchte ich gehen.

Ein Gefühl.

Dieses Gefühl, das Glück bedeutet und zugleich Entbehrung.
Ich möchte dein Atmen hören,
Ich möchte dich sehen,
dein Gesicht in meine Hände nehmen
und dich sanft küssen.
Mich an dich schmiegen
und auf dein Leben hören.
Ich möchte, was du bereit bist zu geben.


Ein Bild aus meiner Kindheit
unvollständig – ein Teil gelöscht
heute betrachte ich es ruhig
und frage mich
was es mit mir angerichtet hat

Du strebst nach deinen Zielen
schmerzhaft geradlinig
voller Kraft
Doch es gibt Dinge,
die kannst du nur
geschenkt bekommen

Du bist so verletzlich
Du mauerst dich ein
Und höhlst dich dabei aus
Selbst die kitzelnden Finger
Der Kinder
In den Lücken deiner Mauer
Tun dir schon weh
Doch du weißt nichts zu tun
Als weiterzumachen
Eines Tages bist du
vollkommen eingeschlossen
Man hört nur noch dein hohles Jammern im Wind
Die Menschen gehen mit Grausen an dir vorbei
Von dir bleibt Einsamkeit und Leere

Du bist gegangen.
So hat dir das Leben bestimmt keinen Spaß gemacht.
Mir bleiben Erinnerungen
An die Dinge, die du liebtest
Und daran, wie du mich in Museen und Zoos geschleppt hast.
Es war schön.
Und auch dein letzter Witz war schön.
Du hast mich zwar nicht erkannt,
aber das „he du“ war typisch für dich

die musik dröhnt in den ohren
das atmen fällt schwer
mein herz rast

die gefühle toben
die gedanken kreisen
ungeduld brennt in mir

dumpfe traurigkeit schleicht herum
ein wenig hoffnung kämpft um gehör
doch ich halte sie im zaum

der kopf wird leer
die augen blicken ins nichts
die musik dringt in mich ein


Alles ist still
Nur die Zeit hör ich verrinnen
Mein Herz ist nicht schwer, nicht leicht
Meine Augen sehen ins Leere
Meine Gedanken stehen still
Ruhe
Ein Gefühl der Ewigkeit

Dienstag, 7. August 2012


Abschied


Mein Kind,
es ist nun an der Zeit,
endgültig den eigenen
Weg zu gehen.
Du wirst nicht
wirklich wissen,
wohin er führt
und er wird nicht
gerade sein.
Geh ihn dennoch
aufrecht und schau
nicht nur geradeaus.
Sieh auch die, denen
du begegnest,
bedenke,
dass du nur bekommst,
was du auch zu geben
bereit bist.
Verlier nicht deine Träume –
sieh, wie sie erfüllbar sind.
verlier nicht das Kind in dir –
es erhält dir die Freude
am Leben.
Behalte das Wesentliche
im Blick und sei
zumindest ehrlich
zu dir selbst.
Es ist wichtiger,
was du denkst und fühlst,
als der Tand, den du besitzt.


Ihn kannst du leicht verlieren,
doch die Liebe der Menschen bleibt.
Es wird Höhen geben
und Tiefen.
Bleib mutig.
Du kannst immer
etwas Positives gewinnen.
Wenn du einen Regenbogen siehst,
denk an Hoffnung.
Er besteht aus den
Tränen des Himmels und
Dem Lächeln der Sonne.
Er sagt dir, dass du
ohne die Tiefen des Lebens
die Höhen nicht ermessen kannst.
Lass dich von Wind und Wasser lehren,
dass man mit
Geduld und Sanftheit
Schöneres schafft
als mit Gewalt.
Denk an meine Worte
und vergiss nicht,
dass dir meine Tür
immer offen stehen wird.

Mein Kind
Es ist nun an der Zeit.


Eine kleine Spinne

Von zuviel vergorenem Nektar benebelt,
wob ein Netz.
Es war viel zu groß
Und das Muster war falsch.
Doch die kleine Spinne
Macht weiter,
obwohl sie sich
immer wieder verfängt.
Sie webt die Fäden
Sinnlos um sich herum,
dichter und dichter.
Und tief im Innersten weiß sie,
es wird ihr Grab.


Ein kleiner Schmetterling,
mit der liebenswerten Spinne
befreundet,
sah traurig das seltsame Gebilde,
welches diese nicht mehr verließ.
Mit schweren Flügeln
Kehrt er auf seine Wiese zurück
Und hinterließ der kleinen Spinne
Noch eine Nachricht:
Ihr könne nur noch
Die große Blattschneideameise helfen,
das Wirrgespinnst
auseinander zu nehmen.
Erst wenn die Spinne
Ein kleines Netz
mit ihrem eigenen Muster spinnt,
kann er wieder zu ihr,
ohne sich die Flügel
zu zerreißen.

Dunkelheit

Es ist Nacht und sie ist müde,
doch sie weiß,
dass sie der Schlaf nicht erlösen wird.
Sie sitzt im Dunkel
Und stellt sich vor,
wie das Blut hervorquillt
und den Schmerz
ihrer Seele mitnimmt,
wie sich die Fessel von ihrem Herzen löst,
wie die Tränen aus ihrer Kehle verschwinden
und wie der Drang zu schreien,
nachlässt.
Sie sehnt sich nach der Schwerelosigkeit,
die ihre Seele
irgendwann, vor Jahren,
gekannt hat.
Doch sie erinnert sich nur
An Verzweiflung,
an Tränen,
die sie vergossen hat
und die irgendwann versiegten.
Und wie Sterne
Die zwischen den Wolken blitzen,
tauchen für Momente
kleine Erinnerungen
an Glück auf.
Sie weiß, dass sie es nicht tun wird.
Noch nicht
Nicht, solang sie sich
Über das Gefühl
Der Einsamkeit
Hinwegtäuschen kann.

Montag, 6. August 2012


Hoffnungen

ich hungere nach leben, nach liebe.
doch prägt auch angst mein leben.
lange zeit lebte ich dadurch begrenzt.
ich bin freier geworden,
aber die angst ist noch da.
jede verletzung meiner seele
ruft sie
und nicht immer kann ich sie vertreiben.
noch immer lebe ich zu sehr
von hoffnungen, von träumen.
noch immer sind da viele fragen
deren antwort ich ersehne
und gleichzeitig fürchte.
ich bin gefangen in mir selbst
und hoffe.
hoffe, dass mir mein leben
einen weg aus dem käfig zeigt.
hoffe, dass ich nicht verliere.
hoffe, das mein hunger gestillt wird.
Ich möchte mein leben hinausschreien.
doch ich weiß
ich bekomme dafür eher häme
oder mitleid.
beides brauch ich nicht.
ich weiß
ich bin nicht allein.
es sind freunde in meiner nähe.
sie reichen mir die hand
wenn ich sie darum bitte.
sie richten mich auf
wenn sie sehen
dass ich nicht mehr kann.
doch ich wünsche mir mehr ...